Schweizer Einordnung mit Beispielen

Schlussformel im Arbeitszeugnis

Eine Schlussformel fasst häufig Dank, Bedauern, Austrittsgrund und Zukunftswünsche zusammen. Sie kann den Gesamteindruck eines Arbeitszeugnisses bestätigen oder weniger positiv wirken lassen. Ihr Fehlen ist jedoch nicht automatisch ein Rechtsmangel oder ein Beweis für eine negative Bewertung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ausdrückliches Bedauern, Dank für die Leistung und gute Zukunftswünsche wirken meist besonders positiv.
  • Eine knappe oder fehlende Schlussformel kann auffallen, muss aber immer im Gesamtzusammenhang gelesen werden.
  • Das SECO verlangt bei einem Vollzeugnis klare Angaben zu Tätigkeit, Leistung und Verhalten; eine bestimmte Dankes- oder Bedauernsformel nennt es nicht als Pflichtbestandteil.

Dank und Bedauern können die Gesamtbewertung bestätigen

Sehr gute Schlussformeln enthalten häufig ausdrückliches Bedauern über den Weggang und Dank für sehr gute Leistungen.

Fehlen diese Elemente, muss das nicht automatisch negativ sein. Es kann aber weniger stark wirken als der Rest des Zeugnisses.

Zukunftswünsche sind ein eigenes Signal

Wünsche für weiterhin viel Erfolg werden stärker gelesen als sehr knappe allgemeine Zukunftswünsche.

Fehlen Zukunftswünsche vollständig, kann das auffallen, besonders wenn der Rest des Zeugnisses sehr positiv klingt. Allein daraus lässt sich aber keine sichere negative Bewertung ableiten.

Austrittsgrund und ungewöhnliche Wünsche im Kontext prüfen

Formulierungen zum Austritt können neutral, positiv oder erklärungsbedürftig wirken. Besonders genau gelesen werden gegenseitiges Einvernehmen, fehlende Gründe und Hinweise auf Gesundheit.

Einordnung und Grenzen

Die Hinweise auf dieser Seite sind eine Orientierung zur Zeugnissprache und keine Rechtsberatung. Entscheidend bleibt immer das vollständige Zeugnis, der berufliche Kontext und die konkrete Formulierung.

Häufige Fragen

Muss ein Arbeitszeugnis eine Schlussformel enthalten? +

Das SECO nennt bei einem Vollzeugnis Tätigkeit, Leistung und Verhalten als zentrale Inhalte, aber keine bestimmte Dankes-, Bedauerns- oder Zukunftsformel. Praktisch wird eine passende Schlussformel häufig erwartet und kann den Gesamteindruck beeinflussen.

Ist fehlendes Bedauern immer schlecht? +

Nicht immer. Es kann neutral gemeint sein. In einem sonst sehr guten Zeugnis kann fehlendes Bedauern aber schwächer wirken als eine klare, positive Schlussformel.

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